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Hemavan-Narvik: Schneefeld-Alarm (km 335 – 365)

by Laufliebhaber Leave a Comment

Kungsleden

Ich bin in Norwegen. Würde ich es nicht wissen, ich würde es nicht merken. Kein Grenzzaun, kein Schild. Nur ein anderer Tag im gleichen Grau.
Die Luft roch aber noch genauso nach Stein und altem Schnee wie gestern. Das Wasser in den Bächen war noch genauso kalt, die Wolken noch genauso zerrissen. Vielleicht verändern Grenzen vor allem die Linien in unseren Köpfen.
Die Hügel kümmert das nicht.

Norwegen
Norwegen Sulitjelma

Die ersten Stunden schenkt mir der Grenzübertritt einen Wirtschaftsweg. Breiter festgefahrener Boden, kaum Steine. Ich muss nicht jeden Schritt kontrollieren. Meine Füße laufen, mein Blick darf endlich etwas anderes tun, als nach Halt zu suchen.
Ich schaute viel mehr in den Himmel als auf den Boden. Sah, wie die Wolken über den Bergen hingen, wie sie in den Kerben festklebten und an anderen Stellen wie Fahnen davonflogen.
Über einzelne Birken, die sich schon halb in den Herbst geworfen haben und so wirken, als fielen sie gleich in den Schlaf.

Es ist eine andere Art von Anstrengung, die mir fast wie Urlaub vorkommt. Der Körper arbeitet, aber der Kopf darf loslassen. Keine Blockfelder, keine Moorlöcher, keine endlose Suche nach dem nächsten roten Kreuz oder Punkt auf einem Stein. Ich gehe in einem Tempo, das ich mir sonst verbiete, schaue umher, summe leise vor mich hin.
Dann biegt die Straße ab, wird schmaler, verliert ihren Kies. Nur noch ein Pfad, wieder Erde, Wurzeln und Steine. Die Berge rücken dichter heran. Ich gehe in sie hinein, wie in ein Gespräch, von dem ich glaubte, dass wir längst alles geklärt hätten. Doch genau in dem Moment beginnt es erst.

Norwegen
Kungsleden Nordkalottleden

Das erste Schneefeld liegt quer über dem Hang wie eine vergessene Decke. Hart, grau an den Rändern, ohne Spuren. Links Blockschutt und steile Felsen, rechts die gleiche Aussicht verschwindend im Nebel. Ich sehe keine sinnvolle Möglichkeit, drum herumzukommen. Also trete ich einen Schritt näher.

Der Schnee gibt nicht nach. Eis unter ein paar Zentimetern Kruste. Ich hacke mit der Schuhspitze kleine Kerben hinein, versuche es bergab. Doch jeder Schritt fühlt sich nach „gleich rutschst du“ an. Ein falscher Tritt und ich bin nicht mehr unterwegs, sondern unterwegs nach unten. Ohne Kontrolle.
Ganz plötzlich stelle ich fest, dass ich genau davor am meisten Angst habe – nicht vor dem Fallen, sondern vor der Geschwindigkeit dazwischen.

Ich setze mich hin. Meine erste Idee ist, auf dem Hosenboden zu rutschen. Kontrolliert. Immer bereit zu bremsen, immer bereit aufzustehen. So ein bisschen wie früher auf dem Spielplatz, nur eben ohne Spielplatz und ohne weichen Sand.
Die ersten Meter sind harmlos. Ich bewege mich langsam, stemme die Fersen in den Schnee. Dann schiebt der Rucksack nach. Ein leises, aber bestimmtes Drücken. Ich werde schneller, schneller als mein Kopf folgen kann. Der Hang zieht mich, als hätte er vergessen, dass ich noch darüber nachdenken wollte, ob das klug ist.
Unten am Ende des Schneefelds warten Steine. Das wusste ich vorher. Ich hatte es nur langsamer und für später eingeplant. Später ist jetzt.

Ich ziehe das linke Bein zur Seite, stemme es in den Schnee, versuche zu bremsen. Funktioniert nicht. Ein Felsblock kommt näher. An ihm bremse ich mit meinem linken Bein um zur rechten Seite umzuschlagen.
Das Knie schreit auf. Ein kurzer, heller Schmerz, so klar, dass der Rest der Welt für einen Moment verschwindet. Der dunkle Felsblock, liegt unbeeindruckt da, als hätte er das alles schon tausendmal gesehen.

Es ist still. Nur mein Atem stolpert. Ich taste das Knie ab. Es bewegt sich. Kein Knacken, kein seltsamer Winkel, nur Schmerz. Roh, aber vertraut. Nichts ist kaputt. Zumindest nichts, das ich greifen kann. Erschrocken und erleichtert sitze ich da, am Ende von diesem Schneefeld, und schaue zurück nach oben, die Spur meiner eigenen Dummheit hinauf.

War das dumm? Ja. Ziemlich.
Im Nachhinein ist fast alles dumm, was schiefgehen könnte und dann knapp gut ausgeht. Und trotzdem spüre ich genau in diesem Moment etwas anderes zwischen den Resten des Adrenalins. Es ist ein leiser, widerständiger Gedanke, der mich unverschämt fragt, ob ich es wieder tun würde.

Ich glaube, ja. Aber anders.

Ohne Rucksack rutschen. Ihn am Seil vorher runterlassen, so dass er mich nicht schiebt. Mir mehr Zeit lassen, den Hang zu lesen. Vielleicht eine Unterlage suchen, die bremst, statt beschleunigt. Handschuhe anziehen damit die Eiskristalle nicht die Hände zerschneiden.
Und wenn nichts davon sich gut anfühlt, den Umweg in Kauf nehmen, eine Stunde mehr durch Steine und nassen Schnee. Das ist es, was ich lerne.
Mut ist nicht das Gegenteil von Vorsicht. Mut ist oft nur die Geduld, eine weniger dumme Variante zu wählen.

Ich stehe auf, fühle ob das Bein etwas meldet. Es trägt mich. Zögerlich, aber es trägt. Der Rucksack knarzt leise, der Wind fährt mir in den Nacken. Ich schaue noch einmal hinauf – und dann sehe ich in meinen Gedanken, wie meine Gopro anfängt den Film abzuspielen, den sie nie aufgenommen hat.

Sie war an. Bis kurz vor der Abfahrt. Dann ist sie ausgegangen, ohne Grund, bei siebzig Prozent Akku. Der Track hört auf, bevor es spannend wird.
Kein viraler Clip, keine dramatische Musik im Hintergrund, kein „ACHTUNG Lebensgefahr – Ich und der Berg- UNBEDINGT ANSCHAUEN“ in Zeitlupe.
Nur ich und mein Knie und ein Schneeabhang, der sich nicht darum schert, ob jemand zuschaut.

Etwas in mir findet das fast tröstlich. Die wirklich knappen Momente bleiben manchmal nur da, wo sie passiert sind. In der Stille zwischen mir und dem Hang. Im Körper, der sich erinnert, wenn er wieder auf glattem Untergrund steht. In der Art, wie ich morgen vielleicht ein Schneefeld anschaue, bevor ich entscheide.
Etwas anderes in mir verflucht jedoch die Kamera. Es wäre wirklich mal wichtig gewesen, so eine Art von Clip zu haben. Um die Algorithmen des Internets hinter meiner Stille hervorzulocken.

Der Weg hinunter ins Tal wird nicht leichter. Im Gegenteil. Weitere Schneefelder kleben an den Hängen wie halb vergessene Gedanken. Ich umgehe sie alle. Nehme Umwege in Kauf, lose Steine, weichen Boden, kleine Rinnsale, die meine Schuhe durchnässen. Jeder Umweg ist ein kleines „ich habe dazugelernt“, auch wenn ich mir das nicht laut zugestehe.

Die Welt um mich herum ist hart und schön in einem. Grau, weiß und braun. Hier und da ein Flecken Grün, der sich an einem Stein festhält. Wasser, das irgendwo über einen Absatz fällt und sich gleich wieder beruhigt. Der Himmel hängt tief, doch die Wolken zerreißen immer wieder und geben Ausschnitte von Blau frei, so klein, dass ich sie fast übersehe. Es riecht nach nasser Erde, altem Schnee und der winzigen Hoffnung auf einen trockenen Abend.

Aus der Ferne sehe ich irgendwann eine Hütte. Ein dunkler Fleck in der Landschaft, mit einem roten Punkt auf der Veranda. Eine Jacke, denke ich. Ein Mensch. Vielleicht sitzt da jemand und trinkt Tee, schaut mir entgegen, hebt die Hand zum Gruß. Dieses kleine Bild trägt mich über die letzten Höhenmeter.

Als ich um die letzte Geländekante biege, ist die Veranda leer. Niemand mehr da.
Die Tür ist verriegelt. Ich schaue auf die Uhr. Es ist kurz nach fünf am Nachmittag. Wer auch immer hier war, ist längst weitergezogen. Doch so spät? Wohin denn jetzt noch. Warum so eilig?
Ob der rote Punkt vielleicht nur eine Spiegelung gewesen war, ein Lichtreflex? Diese Frage würde mich noch eine ganze Weile begleiten. Ob da nun ein Mensch war oder ich mir das alles eingebildet hatte.
Manchmal braucht das Gehirn vielleicht jemanden am Ende des Tages. Und wenn niemand da ist, zeichnet es sich jemanden in die Ferne.

Norwegen, Sorjushytta

Plötzlich fühlt es sich an, als wäre ich zu spät und zu früh zugleich. Zu spät für den Tee in der Sonne, zu früh für das Runterkommen im Schlafsack. Ich setze mich für einen Moment auf die Stufen, lasse den Rucksack neben mir zu Boden rutschen und schließe die Augen. Der Wind streicht über mein Gesicht, riecht nach Rauch, obwohl nirgends ein Feuer brennt. Vielleicht nur Einbildung. Vielleicht hat die Hütte ihren eigenen Duft, der in den Ritzen hängt und Geschichten erzählt.

Als die zweite Hütte endlich auftaucht, ist der Himmel heller geworden. Die Wolken haben sich gehoben, das Licht ist weich, als würde der Tag mir zum Abschluss die Hand auf die Schulter legen. Die Hütte steht auf einem kleinen Hügel, ein Fluss darunter, der in breiten Bögen um Steine herumfließt. Kein Rauch, keine Stimmen. Nur das Wasser und der Wind. Ich bin allein.

Ich zünde eine Kerze an, obwohl es noch nicht dunkel ist. Das kleine Licht macht aus dem Raum etwas anderes. Nicht mehr nur ein Unterstand, sondern ein Zuhause auf Zeit. Draußen rauscht der Fluss, drinnen knistert das Papier, das ich zum Anzünden des Ofens knülle. Es ist der Klang von „Du hast es bis hierhergeschafft“. Nicht mehr. Nicht weniger.
Später sitze ich am Fensterbrett, die Beine angewinkelt, eine Tasse mit irgendetwas Warmem in den Händen. Tee, klar, aber es fühlt sich größer an als Tee. Es ist die Erlaubnis, müde zu sein. Die Erlaubnis, den Tag mit all seinen Dummheiten und klugen Entscheidungen einfach mal zu lassen, wie er war. Nicht ständig zu reparieren und umzuschreiben.

Draußen zieht ein Vogel seine Kreise über die großen Hänge. Ich sehe ihm nach und denke daran, wie knapp das heute war. Wie wenig gefehlt hätte, und der Tag hätte einen anderen Verlauf genommen. Mit Trage, mit Hubschrauber, mit Abbruch. Ich denke daran, wie schnell aus „Das schaffe ich schon“ ein „Wie konnte ich nur“ werden kann.

Und zugleich sitzt da dieser andere Gedanke. Der, der sich leise meldet, wenn ich nach innen höre. Vielleicht braucht es genau diese Zwischenfälle, um mich daran zu erinnern, warum ich hier bin. Nicht um Videohighlights zu sammeln. Nicht um Kilometer zu jagen. Sondern um ein Leben zu leben, in dem ich meine eigenen Grenzen kennenlerne. In dem ich lerne, mit ihnen zu tanzen, statt sie zu verleugnen.

Rentiere Nordkalottleden

Mein Knie wird mich morgen daran erinnern. Bei jedem Aufstehen, bei jedem ersten Schritt. Nicht strafend, eher wie ein Freund, der mir zuflüstert „Pass auf dich auf. Aber hör nicht auf zu gehen.“

Der Abend legt die Berge in Schichten von Blau und Violett. Die Schneefelder wirken aus der Ferne harmlos, fast weich. Die Stelle, an der ich gerutscht bin, ist von hier aus nur ein winziger Ausschnitt in einem viel größeren Bild. Vielleicht ist das die eigentliche Kunst, den eigenen Schreck richtig einzuordnen. Ihn ernst zu nehmen, ohne ihn zum einzigen zu machen, was zählt.

Ich blase die Kerze aus, bleibe noch einen Moment im Halbdunkel sitzen und lausche. Dem Ofen, der langsam zur Ruhe kommt. Dem Wasser draußen. Meinem eigenen Atem. Irgendwo darin liegt eine kleine, leise Freude, die nichts Spektakuläres braucht. Nur einen Tag, der gut ausgegangen ist. Und die Möglichkeit, morgen wieder loszugehen.

Filed Under: Persönlich, Reisebericht Schweden, Schweden Tagged With: Fernwanderung, Nordkalottleden, Norwegen, Schweden

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𝗦𝗸𝗮𝗻𝗱𝗶𝗻𝗮𝘃𝗶𝗲𝗻 & 𝗙𝗲𝗿𝗻𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻
🇸🇪 Den Norden gefühlt, gefilmt, geschrieben.
🇳🇴 Erzählt aus Stille, Wind & Worten.
Wenn du suchst, was nicht laut sein muss

700km von Hemavan in Schweden nach Narvik in Norwe 700km von Hemavan in Schweden nach Narvik in Norwegen. Die Reise beginnt in Hemavan auf dem Kungsleden… Auf „Lauri“ kannst du dich übrigens auch wieder freuen… 
Teil 1 online auf Laufliebhaber youtube. Hier schon mal ein kleiner Teaser… 🎥 
Link zu den Videos im Profil.

#swedenmylove #kungsleden #nordishmoments #fernwanderweg
Ohne Nachtzug gibt es für mich keine Reise in Schw Ohne Nachtzug gibt es für mich keine Reise in Schweden.
Eine der längsten Strecken mit über 1000km ohne Umsteigen in über 20h fährt von Narvik 🇳🇴 nach Stockholm 🇸🇪. Letztes Jahr konnte ich mir diesen kleinen Traum noch erfüllen. Denn auch bei der schwedischen Bahn läuft nicht alles rund. Und so sind die Tage dieser Strecke gezählt. Zumindest in der ohne Umsteigen Variante.
Nachtzüge wird es aber immer geben @resmedsj 
💙💛

#nachtzug #fernwandern #draußensein #swedenmylove #sj
Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist sc Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist schon fast ein Vertrag.
Sie landen, als hätten sie reserviert. Fein gemacht und geschniegelt in Gelb und Schwarz.
Ein Krümel wird zur Beute, ein Blick zum Gesetz und ein Schnabel zur Unterschrift.
Ich sitze daneben wie ein Kellner in einem Apfelgartencafé und darf nur staunen. Wobei es sich hier um Rosendals Trädgård in Stockholm handelt 💙💛
So wenig reicht, um wichtig zu sein. Ein Tisch, eine süße Zimtschnecke und ein winziges Herz, das mutig pickt.
Und am Ende sieht der Platz aus wie nach einem Fest, das keiner geplant hat.

#rosendalsträdgård #stockholmmylove #fernwandern #springiscoming☀️
Mein Kopf ist manchmal zu klein. Nicht, weil ich b Mein Kopf ist manchmal zu klein.
Nicht, weil ich besonders schlau bin.
Sondern weil meine Gedanken diese lustige Angewohnheit haben, sich viel zu schnell ineinander zu vertüddeln.

Da helfen mir keine Tipps und erst recht brauche ich keinen Lärm und kein Mehr von irgendwas 😃
Dann brauche ich Weite und weit gucken.

Sie sortiert nicht die Welt. Aber sie sortiert mich.
Zwischen Himmel, Wind und Weg wird aus dem vertüdeln dann langsam wieder etwas das nach einem Gedanken klingt.

Darum zieht es mich nach draußen.
Nicht nur zum Wandern.
Sondern um im Kopf wieder Platz zu haben.

#fernwandern #outdoor #skandinavien #mentalhealth #swedenmylove
Würdest du anklopfen? Die kleine Hütte sieht aus, Würdest du anklopfen?
Die kleine Hütte sieht aus, als hätte sie ein Kind gemalt und der Norden hätte gesagt, ja, genau so.
Die rote Tür ist ein freches Ausrufezeichen und ich wette, dahinter wohnt ein uralter Hüttenzwerg mit warmen Socken und großem Lachen.
Und vielleicht hängt unsichtbar über der Tür ein Schild für alle Wesen des Nordens, bitte Schuhe aus – Streit und Prügeleien bleiben draußen.
Die Berge schauen streng, damit niemand merkt, wie stolz sie auf dieses winzige Haus sind.
Und irgendwo zwischen den Steinen sitzt vielleicht wieder ein Steinmurmler und spielt Verstecken mit allem, was man eilig übergeht.
Ich gehe näher heran, als würde ich gleich anklopfen wollen…
Manchmal ist das Unsichtbare einfach nur ein Spiel, das die Welt mit dir spielen will.

Ich habe „geklopft“ und habe mir Zeit geschenkt. Es gab Kartoffelpüree, natürlich. Und Trockenfleisch. Und einen letzten Riegel aus Zucker den ich noch hatte 😃

#Fernwandern #hundalshytta #swedenmylove #draußensein #wandererlebnis
Narvik liegt vor mir wie ein Punkt am Ende des Weg Narvik liegt vor mir wie ein Punkt am Ende des Weges und ich weiß nicht, ob ich ihn erreichen wollte.
Die Wanderung ist vorbei, sagt der Hafen, sagt das Wasser, sagt der Boden unter meinen Füßen.
Aber in mir läuft noch etwas weiter, trotz Schmerzen, trotz Müdigkeit. 
Ankommen klingt gut, doch es macht auch eng. Als würde die Welt plötzlich Wände bekommen.
Ich stehe hier und frage mich, ob Ruhe wirklich Heimat ist oder nur Pause.
Und während die Schiffe still sind, zieht es mich schon wieder fort - dorthin, wo…

#Skandinavien #narvik #outdoorlife #swedenmylove #draußensein
Fernwanderungsproblem 😂 Ich weiß nicht, ob ich aus Fernwanderungsproblem 😂
Ich weiß nicht, ob ich aussehe wie nach 800 km… oder wie nach 8 Wochen Urlaub. Was denkst du?

#Nordkalottleden, #Polarkreis, #Outdoor, #Schweden, #Weitwandern
Polarkreis überquert ohne es zu merken – Fernwande Polarkreis überquert ohne es zu merken – Fernwandern in Skandinavien

Ich bin auf dem Weg nach Narvik einfach über den Polarkreis gelaufen und hab’s nicht mal bemerkt. Angeblich gibt’s da ein Schild. Ich hab keins gesehen.
Und ja, hätte ich es gesehen, ich hätte natürlich dort getanzt, Selfies gemacht und so getan, als wäre ich gerade offiziell im Norden angekommen 😇😂

#Nordkalottleden #Polarkreis #Outdoor #Weitwandern #Trekking
Skoaddejávre liegt da wie eine einfache Antwort im Skoaddejávre liegt da wie eine einfache Antwort im Narvikfjell, utbetjent und trotzdem voller Hände, die schon vor dir Holz nachgelegt haben.
Du kommst an, drehst den DNT Schlüssel, und es fühlt sich an, als hätte dich jemand leise erwartet.
Bank, Tisch, Ofen und ein Sofa mit Blick zum Wasser.
Draußen kann alles groß und rau sein, Nebel kann die Welt verschlucken, und drinnen wird daraus nur Wetter.
So ist es mit manchen Hütten. Sie sind kein Ort, sie sind ein Wiederfinden.

#fernwandern #skoaddejavrihytta #outdoorlife #norwaymylove
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Und irgendwo zwischen den Steinen sitzt vielleicht wieder ein Steinmurmler und spielt Verstecken mit allem, was man eilig übergeht.
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