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Hemavan-Narvik: Umweg & Roysvatn (km 457 – 519)

by Laufliebhaber Leave a Comment

Kungsleden

Der Morgen war ein einziges schweres Grau, irgendwo darin der Regen, der nur noch auf ein Zeichen wartete um so richtig loszulegen.
Ich saß im Schlafsack und lauschte diesem schmalen Klangraum aus Wind, Wasser und Nylon.

Es ist erstaunlich, wie schnell so etwas zu Zuhause wird. In der ersten Nacht klingt jeder Windstoß nach Gefahr, am dritten Morgen ist genau dieses Knistern das, was dich beruhigt. Vielleicht kennst du das – Erst ist alles fremd, dann bemerkt man irgendwann, dass man aufgehört hat, sich nach „anderswo“ umzuschauen. Man sitzt einfach da, mit kalten Fingern und merkt, dass die eigene Welt gerade genau so groß ist wie dieses Zelt.

Der Pfad am Ufer begann unscheinbar. Ein Strich durchs Gras, zwischen Steinen hindurch, hinein in dunkle Mulden, die auf der Karte nicht vorkamen. Die ersten Kilometer waren zäh. Manchmal brauchte ich eine halbe Stunde für einen einzigen, nassen steinigen Kilometer. Das Land gab keine klaren Antworten, es zwang mich nur, hinzuschauen und zu spüren, bevor ich den Fuß setzte.
Trotz dieser nötigen Konzentration stritten in mir zwei Sätze.
Der eine bot mir an, umzudrehen. Zurück zu einer Hütte, Tee, Trockenheit und der freundliche Gedanke, dass „morgen ja auch noch ein Tag“ ist. Der andere war nüchterner. Wenn du weitergehst, wird es irgendwann anders. Nicht unbedingt besser – nur anders.
Manchmal ist es genau was zu tun ist. Nur das nächste Stück in Angriff nehmen.

Stahlbrücke Nordkalottleden

Ich verlaufe mich doch eh nicht…

Das Land öffnete sich langsam. Der Pfad stieg ein wenig, der See sank tiefer und das Grau im Himmel bekam helle Ränder. Fünf Grad vielleicht, der Atem sichtbar, die Finger kurz vor zu kalt ohne Handschuhe.
Viele würden das kein gutes Wetter nennen. Für mich war es aber genau das.
Ein Tag, der nichts verspricht. Außer dass er vergeht, wenn man Schritt für Schritt durch ihn hindurchgeht.

Vorne verzweigten sich die Spuren. Unterschiedliche Wanderwege liefen zusammen, trennten sich wieder, als hätten hier über Jahre Füße, Hufe und Regen eigensinnige Absprachen getroffen. Ich folgte erst der einen, dann der nächsten. Ohne zu merken, wann ich den eigentlichen Pfad verlassen hatte. Irgendwann blieb ich stehen. Nichts sah falsch aus. Doch da war dieses leise Unbehagen, wenn der Körper früher als der Kopf merkt, dass du in die falsche Richtung unterwegs bist.

Die Papierkarte zeigte Norwegen dort, wo ich hinlief. Auf dem Telefon klaffte ein weißer Fleck, genau hier, wo ich stehen geblieben war. Diesen Part hatte ich mir zur offline Nutzung nicht heruntergeladen. Ich verlaufe mich doch eh nicht…
Ich hätte mich gerne hingesetzt. Ging aber nicht. Denn alles war Matsch, Sumpf oder nasse Wiese. Oder alles zusammen. Ärger kam hoch – Schon wieder verlaufen. Schon wieder Zeit verloren. Schon wieder…
Diese alte Geschichte von „du stellst dich an“, du bist zu langsam – wo ist deine Leistung, die schneller ist als jeder Kompass.

Der Fluss war kein Monster, ist er ja nie

Mit der Karte in der Hand merkte ich, wie rasch aus ein paar Schritten ein Urteil über einen ganzen Menschen werden kann. Vielleicht basieren alle Gefühle auf solchen Gedanken, dachte ich. Vielleicht sind sie Geschichten, die wir uns selbst erzählen, bis wir sie glauben.
Wenn das stimmt, müsste ich sie doch aber ändern können.
Nicht: du kannst das nicht.
Sondern: du suchst gerade deinen Weg, und das ist Teil des Weges.
Ja, theoretisch müsste ich das können…

Ich richtete mich nach der Kompass-Nadel. Der See gehörte hinter mich, nicht schräg Rechts. Also zurück. Durch dieselben nassen Stellen, dieselben braunen Wasserlöcher, in denen sich der Himmel spiegelte, als sei es ihm egal, in welche Richtung ich mich ärgerte. Es wurde nichts nass, was nicht schon nass war. Trotzdem knirschte etwas in mir, ein müdes Aufstöhnen darüber, dass man seine Umwege zweimal gehen muss.

Zwischen den sumpfigen Flächen lagen kleine Rücken aus trockenem Boden. Auf einem davon blieb ich stehen. Der Gedanke, hier einfach das Zelt aufzubauen und den Tag ausrollen zu lassen, war verlockend. Tee, Schlafsack, Regen draußen, Ruhe drinnen. Dann fiel mein Blick auf die Karte. Vor mir ein Fluss, den ich so oder so barfuß würde queren müssen. Ich kenne meine Morgen – Kälte, steife Finger, misstrauischer Kopf. Also beschloss ich, meinem Morgen-Ich ein Geschenk zu machen und heute noch durch das Wasser zu gehen.

Der Fluss war kein Monster, ist er ja nie. Aber er nahm sich ernst. Sein Rauschen hing schon eine Weile in der Luft, bevor ich ihn sah. Schuhe aus, Hosen hoch, Rucksackgurte lockern – die kleine, vertraute Choreografie am Ufer. Das erste Wasser an den Füßen war ein Schock, klare Kälte, die blitzschnell hochzog. Ich tastete von Stein zu Stein, jeder Schritt ein kurzer Moment ohne Halt, mit nichts als Vertrauen, dass da vorne wirklich etwas Festes wartet.
Drüben trocknete ich meine Füße, zog die nassen Schuhe wieder an. Es ist ein seltsamer Trost, sich freiwillig in etwas Unbequemes zurückzugeben und zu wissen – Genau so soll es jetzt sein. Kein zweites Paar, keine Abkürzung. Nur dieser Weg, mit diesen Schuhen. Kurz darauf stand das Zelt, ein Dreieck aus Stoff in einer großen, windigen Welt. Als die ersten Tropfen fielen, schloss ich den Reißverschluss.

Zelt_Hilleberg_Niak_Nordkalottleden

Nordkalottleden

Die Nacht war ein Wechsel aus Trommeln und Stille. Mal ratterte der Regen auf das Außenzelt, als wollte er hinein, dann hörte er auf, und die Stille legte sich schwer über alles. Ich wachte ein paar Mal auf, lauschte.
Wasser fällt, Stoff hält. Und irgendwo dazwischen schläft ein Mensch.

Am Morgen war alles gefroren. Das Außenzelt steif, jeder Tropfen vom Vortag zu einer kleinen Kugel aus Eis geworden. Der Reißverschluss klemmte, meine Finger klebten kurz am Metall, als ich daran zog. Die Luft biss in der Lunge, als ich den Kopf hinausstreckte. Die Schuhe, noch feucht vom Vortag, waren hart und abweisend. Ein Teil von mir wollte nicht. Nicht raus, nicht weiter, nicht schon wieder Sumpf.

Doch dann ging ich los. Die ersten Schritte waren schwer, ein Widerstand in jedem Gelenk. Nach ein paar Minuten wurde es leichter. Der Körper fand seinen Rhythmus, die Kälte rutschte an den Rand, der Boden unter den Füßen wurde von Bedrohung zu Halt. Und mit diesem Rhythmus kam eine leise, unspektakuläre Freude. Ein warmes Bett und eine Dusche sind schön. Aber dieses stille Gefühl, dass mein Leben gerade stimmt, kenne ich öfter mit kalten und nassen Schnürsenkeln als mit flauschigen Handtüchern.

Der Tag führte hinunter zu Bächen, hinauf auf Rücken und wieder hinunter. Nichts, worüber man Reiseführer schreibt. Nur dieses fortlaufende Oben und Unten, das den Körper müde und den Kopf klar macht. Irgendwo dort vorne würde der Weg auf den Nordkalottleden treffen. Ich wusste das, ohne den genauen Punkt zu kennen. Es ist wunderbar eine Ahnung von etwas Vertrautem zu haben, das wiederkommt.

Rentiere Nordkalottleden Norwegen

Roysvatn

Nordkalottleden. Ein Wort mit Gänsehaut für mich.
Ich kannte diesen Abschnitt von früher, nur andersherum. Ich wusste – Vor der Hütte würde das Gelände ruppig werden. Felsen, Geröll und keine Markierungen. Ein Stück Weg, das Geduld verlangt statt Geschwindigkeit.

Der Pfad hielt sich nicht lange daran sichtbar zu sein. Er löste sich auf, wurde zu einer Idee zwischen großen Blöcken aus Stein. Ich kletterte hinauf, stieg wieder hinunter, suchte mit den Augen nach Spuren, die ich vielleicht nur sehen wollte. Erfahrung half, aber sie ersparte mir nicht das alte Gefühl, wieder ganz am Anfang zu stehen. Man kann einen Weg kennen und sich trotzdem verirren. Vielleicht gehört das zusammen.

Am Ende blieb die Richtung als das was wichtig ist und führt. Solange die Berge in der Ferne ungefähr dort lagen, wo ich sie erwartete, stimmte die grobe Linie. Vielleicht ist das in vielen Lebensphasen so. Keine klaren Zeichen, nur eine ungefähre Himmelsrichtung und das stille Wissen, wohin man nicht zurück möchte. Der Rest ist – den nächsten Stein finden, ohne alles zu dramatisieren.

Das Geröll wurde flacher, der Boden ruhiger. Und dann lag Roysvatn vor mir. Mitten in den Bergen von Narvik. Ich hatte sie erreicht. Die Berge, die so wild daherkommen. Und in meiner Fantasie an das Nebelgebirge aus dem Herrn der Ringe grenzen.
Der See dunkel und glatt, als würde er alles Licht in sich behalten. Daneben die Hütte, schief, wettergezeichnet und offen ohne verschlossenes DNT Schloss. Die Tür gab nach, als ich sie drückte. Kein Schloss, kein Riegel. Drinnen roch es nach Holz. Ein Tisch, eine Sofaecke und ein Ofen, der auf einen Abend wartete. Aber niemand da. Warum war die Hütte offen?

Roysvatn DNT

Im Hüttenbuch standen Namen, Daten und kurze Sätze. Der letzte Eintrag blieb hängen. Eine Wanderin hatte geschrieben, sie lasse die Hütte bewusst offen. Zu dieser Jahreszeit sollten Türen nicht verschlossen sein, für die, die nach ihr kämen… Naja, naja. ok..
Ein paar Schritte weiter stand eine kleine Zusatzhütte. Darin eine Sauna. Schlicht, eng, eine seltene Wärmequelle in dieser Gegend. Ich blieb in der Tür stehen, spürte, wie mein Körper allein bei der Vorstellung weich werden wollte. Dann kam die Sorge – zu sehr loszulassen, zu sehr runterfahren, morgen nicht mehr hochkommen und festsitzen. Also blieb der Sauna-Ofen kalt. Es war kein Verbot, eher eine vorsichtige Art, gut zu mir zu sein.

Stattdessen nahm ich eine Kerze vom Regal, stellte sie auf den Tisch und zündete sie an. Die kleine Flamme zog einen Kreis aus Licht um sich, ließ die Holzmaserung hervortreten und die Schatten an den Wänden wandern. Draußen rüttelte der Wind an den Brettern, drinnen wurde es still, als würde die Hütte einatmen. Ich saß da, die Hände um eine Tasse gelegt, und merkte, wie der Tag von mir abfiel.

Vielleicht kennst du das: Du sitzt irgendwo zwischen Gestern und Morgen, eine Kerze brennt und plötzlich ist genug Raum für einen ganzen Atemzug. Die Sorgen sind nicht weg, aber sie stehen ein paar Schritte weiter hinten. Es muss nichts entschieden werden. Es darf einfach ein Abend sein, an dem du nur da bist.

Ich schrieb ein paar Zeilen ins Hüttenbuch. Nur ein Dank für diesen Tisch, für die Kerze und für die Idee, solche Hütten hier oben zu bauen. In den Bergen von Narvik.
Dann rollte ich den Schlafsack auf der Matratze aus, legte mein Kissen unter den Kopf und lauschte dem Wind ein letztes Mal.

Filed Under: Laufliebhaber, Persönlich, Reisebericht Schweden, Schweden Tagged With: Fernwanderung, Narvik, Nordkalottleden, Norwegen, Schweden

über mich

Laufliebhaber
running // hiking // north & nature
There's a whisper on the night-wind. There's a star gleam to guide us, and the Wild is calling,... let us go.
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laufliebhaber

𝗦𝗸𝗮𝗻𝗱𝗶𝗻𝗮𝘃𝗶𝗲𝗻 & 𝗙𝗲𝗿𝗻𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻
🇸🇪 Den Norden gefühlt, gefilmt, geschrieben.
🇳🇴 Erzählt aus Stille, Wind & Worten.
Wenn du suchst, was nicht laut sein muss

Manchmal sieht ein Tag nicht einfach nur schön aus Manchmal sieht ein Tag nicht einfach nur schön aus.
Manchmal wirkt er, als hätte der Himmel sich etwas dabei gedacht.

Ein Regenbogen liegt über allem, als wäre Licht für einen Moment nicht nur Licht.
Nebel zieht über den See, leise, langsam, fast wie eine Hand, die etwas behutsam ordnet.
Und irgendwo dazwischen verläuft dieser schmale Pfad im Padjelanta Nationalpark, auf dem man nicht nur weitergeht, sondern für einen Augenblick anders schaut.

Vielleicht sind Regenbögen wirklich Briefe des Himmels.
Vielleicht ist Nebel die Schrift dazwischen.
Und vielleicht gibt es Orte, an denen man nicht alles verstehen muss, um zu spüren, dass etwas da ist.

#padjelantaleden #nordishmoments #swedenmylove #wandernmachtglücklich #naturlyrik
Kurz vor Narvik… ein blauer Sonnentag mit viel Sch Kurz vor Narvik… ein blauer Sonnentag mit viel Schnee und Eis. Und mit Nichts und Niemand und einem Bergkobold…

#narvikmountains #hikingislife #swedenmylove #draußensein
Der schlimmste Endgegner in Schweden beim Wandern! Der schlimmste Endgegner in Schweden beim Wandern!
Du denkst, der Endgegner in Schweden ist Regen, Matsch oder ein Weg, der halb im Wasser verschwindet?

Falsch.

Der wahre Endgegner trägt Holz.
Und nasse Blätter.
Und tut ganz harmlos, bis du den ersten Schritt machst.
Wenn Schweden dir nasse Bohlen mit zusätzlichen nassen Blättern darauf vor die Füße wirft, dann ist das fast Charaktertraining.

Ich sag’s, wie es ist:
Das ist der wahre Endgegner mit extra Sternchen.
Einfach nur rutschig, gemein und maximal verdächtig.

Wenn du diese Dinger heil überquerst, brauchst du eigentlich am Ende des Tages keine Etappe mehr. Du brauchst Applaus.

Schweden, ich liebe dich.
Aber manchmal nur mit zusammengebissenen Zähnen.

#swedenmylove #nordishmoments #wandernmachtglücklich #swedishautumn
700km von Hemavan in Schweden nach Narvik in Norwe 700km von Hemavan in Schweden nach Narvik in Norwegen. Die Reise beginnt in Hemavan auf dem Kungsleden… Auf „Lauri“ kannst du dich übrigens auch wieder freuen… 
Teil 1 online auf Laufliebhaber youtube. Hier schon mal ein kleiner Teaser… 🎥 
Link zu den Videos im Profil.

#swedenmylove #kungsleden #nordishmoments #fernwanderweg
Ohne Nachtzug gibt es für mich keine Reise in Schw Ohne Nachtzug gibt es für mich keine Reise in Schweden.
Eine der längsten Strecken mit über 1000km ohne Umsteigen in über 20h fährt von Narvik 🇳🇴 nach Stockholm 🇸🇪. Letztes Jahr konnte ich mir diesen kleinen Traum noch erfüllen. Denn auch bei der schwedischen Bahn läuft nicht alles rund. Und so sind die Tage dieser Strecke gezählt. Zumindest in der ohne Umsteigen Variante.
Nachtzüge wird es aber immer geben @resmedsj 
💙💛

#nachtzug #fernwandern #draußensein #swedenmylove #sj
Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist sc Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist schon fast ein Vertrag.
Sie landen, als hätten sie reserviert. Fein gemacht und geschniegelt in Gelb und Schwarz.
Ein Krümel wird zur Beute, ein Blick zum Gesetz und ein Schnabel zur Unterschrift.
Ich sitze daneben wie ein Kellner in einem Apfelgartencafé und darf nur staunen. Wobei es sich hier um Rosendals Trädgård in Stockholm handelt 💙💛
So wenig reicht, um wichtig zu sein. Ein Tisch, eine süße Zimtschnecke und ein winziges Herz, das mutig pickt.
Und am Ende sieht der Platz aus wie nach einem Fest, das keiner geplant hat.

#rosendalsträdgård #stockholmmylove #fernwandern #springiscoming☀️
Mein Kopf ist manchmal zu klein. Nicht, weil ich b Mein Kopf ist manchmal zu klein.
Nicht, weil ich besonders schlau bin.
Sondern weil meine Gedanken diese lustige Angewohnheit haben, sich viel zu schnell ineinander zu vertüddeln.

Da helfen mir keine Tipps und erst recht brauche ich keinen Lärm und kein Mehr von irgendwas 😃
Dann brauche ich Weite und weit gucken.

Sie sortiert nicht die Welt. Aber sie sortiert mich.
Zwischen Himmel, Wind und Weg wird aus dem vertüdeln dann langsam wieder etwas das nach einem Gedanken klingt.

Darum zieht es mich nach draußen.
Nicht nur zum Wandern.
Sondern um im Kopf wieder Platz zu haben.

#fernwandern #outdoor #skandinavien #mentalhealth #swedenmylove
Würdest du anklopfen? Die kleine Hütte sieht aus, Würdest du anklopfen?
Die kleine Hütte sieht aus, als hätte sie ein Kind gemalt und der Norden hätte gesagt, ja, genau so.
Die rote Tür ist ein freches Ausrufezeichen und ich wette, dahinter wohnt ein uralter Hüttenzwerg mit warmen Socken und großem Lachen.
Und vielleicht hängt unsichtbar über der Tür ein Schild für alle Wesen des Nordens, bitte Schuhe aus – Streit und Prügeleien bleiben draußen.
Die Berge schauen streng, damit niemand merkt, wie stolz sie auf dieses winzige Haus sind.
Und irgendwo zwischen den Steinen sitzt vielleicht wieder ein Steinmurmler und spielt Verstecken mit allem, was man eilig übergeht.
Ich gehe näher heran, als würde ich gleich anklopfen wollen…
Manchmal ist das Unsichtbare einfach nur ein Spiel, das die Welt mit dir spielen will.

Ich habe „geklopft“ und habe mir Zeit geschenkt. Es gab Kartoffelpüree, natürlich. Und Trockenfleisch. Und einen letzten Riegel aus Zucker den ich noch hatte 😃

#Fernwandern #hundalshytta #swedenmylove #draußensein #wandererlebnis
Narvik liegt vor mir wie ein Punkt am Ende des Weg Narvik liegt vor mir wie ein Punkt am Ende des Weges und ich weiß nicht, ob ich ihn erreichen wollte.
Die Wanderung ist vorbei, sagt der Hafen, sagt das Wasser, sagt der Boden unter meinen Füßen.
Aber in mir läuft noch etwas weiter, trotz Schmerzen, trotz Müdigkeit. 
Ankommen klingt gut, doch es macht auch eng. Als würde die Welt plötzlich Wände bekommen.
Ich stehe hier und frage mich, ob Ruhe wirklich Heimat ist oder nur Pause.
Und während die Schiffe still sind, zieht es mich schon wieder fort - dorthin, wo…

#Skandinavien #narvik #outdoorlife #swedenmylove #draußensein
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Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist sc Zwei Kohlmeisen und eine Zimtschnecke - das ist schon fast ein Vertrag.
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Nicht, weil ich besonders schlau bin.
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Da helfen mir keine Tipps und erst recht brauche ich keinen Lärm und kein Mehr von irgendwas 😃
Dann brauche ich Weite und weit gucken.

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