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You are here: Home / Persönlich / Mein Glück ist still • Schweden im Herbst • Härjedalen & Norwegen

Mein Glück ist still • Schweden im Herbst • Härjedalen & Norwegen

by Laufliebhaber 2 Comments

Wer bin ich das ich glaube hier draußen zu bestehen?
Ich knie nieder und gebe mich hin.
Atme Kälte und Schmerz

Spüre das die Welt sich nicht um mich schert. Und doch alles ist und ich bin.
Ohne zu verstehen warum.

Nur eines ist gewiss.

Das ich die Sterne liebe.
Den kalten Wind
und den Schmerz der Kälte.
Die Dunkelheit in der Nacht.

Die Sonne wenn sie Raureif auflöst.
Die Natur wenn sie sich lebensfeindlich zeigt und Wunder darin entstehen.

Du kennst den ersten Teil meiner „Schweden im Herbst“ Reihe noch nicht? Dann fang am besten von vorne an.
Teil eins findest du hier: Schweden im Herbst – mein Glück ist still – Jämtland und Härjedalen

Bricht Zeltplane eigentlich wenn man sie gefroren faltet und einpackt?
Macht sie nicht.

Die nächsten Tage haben mich ziemlich in Unruhe und Anspannung versetzt.
Es soll zwei bis drei Tage regnen.
Ja, soll…

Ob es so kommt wird man sehen.
Meinem Kopf ist das egal. Da sind keine Kapazitäten um auszuhalten was hier draußen dazugehört.
Ja fast von mir gesucht wird und gewollt ist.

Genau in diese Tage fällt ein Rundweg zum Rundweg um einen See. Zwei Tage mehr oder weniger Wasser von allen Seiten.

Viel Wasser.

Mein Kopf, seine Gedanken und ich

Warum willst du diesen Weg gehen?
Ist doch unnötig. Ist im Kreis.
Führt zu keinem Ziel.

Weil das der Plan ist!
Und ein Plan ist ein Plan den man gemacht hat damit man ihn so macht.

Der Plan geht also vor Erschöpfung, Freude und dem Anliegen in der Natur und
mit ihr zu sein?“

Ja, weil das der Plan ist und du sonst zu schwach.

In Kurzform und durchaus mit diversen Beleidigungen läuft das so in meinem Kopf ab.
Und wer wer in diesem Gespräch ist, wer weiß das schon so genau…

Mein Nordkalottleden-Versprechen

Mein Kopf will Ziel, Plan, Ausführung, Stark.

Dabei habe ich mir bereits auf dem Nordkalottleden versprochen, das es mir um das Anliegen geht, welches kein Ziel hat.

Somit nie erreicht, nur erfahren und gelebt werden kann. In Bewegung, in der Natur zu sein. Anstrengung und gewählte Entbehrung erfahren.
Zu spüren draußen und am Leben zu sein. Nicht besser und nicht schlechter als andere. Nur verbunden als Teil von allem. Zusammen mit dem Klang der Welt.
Mit meinem stillen Glück.
Ich vermisse das Leben so sehr.

Sollte dich in einem gewissen Moment das Leid erwischen, dann erschrecke nicht,
weiche nicht aus und gib nicht auf.
Wichtig ist es auf dem Weg zu sein, den Weg zu finden den uns unsere Träume versprochen haben.
Nicht irgendwo anzukommen.
(Jorge Bucay)

Den Rundweg um den See habe ich Schlußendlich gestrichen und einen Tag Pause gemacht. An dem Tag hat es dann kaum geregnet. Ich bin einfach den Tag darauf
durchgehend durch Regen gelaufen.

Ich meine, „wenn man die Augen zu macht klingt der Regen wie Applaus“.
(Enno Bunger)

Was nach dem Regen folgt ist schweres Wandergebiet.
Füße, Gelenke und beide Knie haben richtig was auszuhalten. Schmerzen werden mehr, aber der Körper hält aus. Nimmt hin, repariert über Nacht was möglich ist. Ich spreche nicht nur einmal mit meinen Knien und bedanke mich das sie mich nicht aufgeben.

Meine mentale Kraft und mein Kopf kommen jedoch kaum noch mit. Haben keinen Puffer mehr.
Kratzen mit Fingernägeln auf der Tafel.

Freude bleibt auf der Strecke zurück. Das macht mir weitestgehend nichts aus. Darin kenne ich mich aus.
Bin Freudlos-Weitermachen-Profi.

Denn ich finde noch Zufriedenheit die mich aufrecht hält. Nur selten zweifeln lässt was das alles soll.
Hier und da nutze ich Nachts mittlerweile eine Hütte um mir davon so lange wie möglich etwas zu erhalten.
Von dem unsicheren Fundament meiner Zufriedenheit.

Tags scheint hier und da noch die Sonne. Ohne Wind ist es im Gehen fast warm. Sobald die Sonne untergeht, geht es ab.

Es wird eiskalt.
Wind schneidet.
Regen wird zu Eis und Schnee.

Das Thermometer sagt -4 Grad. Die App meint gefühlte -10 Grad.

Ist auch egal. Es ist eiskalt. Mir ist kalt.
Ich habe alles für solche Bedingungen dabei.
Ändert nichts das im Moment einfach die Freude daran sowas durchzustehen, zu erleben und wahrzunehmen fehlt.
Egal wie ich es feier was um mich herum passiert.
Mein Körper muss das aushalten, ausgleichen, regulieren und reparieren. Da darf ich nicht zu oft drübergehen.
Denn am Ende sagt der Körper einfach „Nö, jetzt reichts“ und ich sitze da.

Irgendwo…

Nicht bedacht und was möglich ist

Alles dabei gehabt?
Nein, bin schön mit Sommergas angereist.
Ich kam noch zurecht das alles funktioniert. War aber grenzwertig. Sommergas nehme ich wohl einfach nie wieder mit.
Ab jetzt Wintergas.

Das ich nicht darüber nachdachte ärgerte mich immer wieder. Ähnlich wie die Tatsache, das ich die frühen Sonnenuntergänge und späten Aufgänge nicht bedacht
habe. Einfach zu viel Zeit in Dunkelheit und Zelt in der nicht gegangen und zuviel gedacht werden kann.

Fakt ist, es bleibt wunderschön hier draußen.

Naturschutzgebiete die aussehen wie das Auenland.
Mit Sonne.
Ohne Sonne.
Ohne bunte Herbstblätter.
Mit Wasserläufen in Blau und letzten Krähen- und Preiselbeeren überall.

Ja, das ist alles ein Fakt.

Punkt.

Es wurmt mich noch, das ich den bunten Herbst, zumindest hier im Norden, verpasst habe. Habe ich im vorfeld doch einfach gedacht, wird schon noch bunt sein.

Dafür treffe ich so gut wie keinen Menschen.
Ich sehe hier und da Anlger. Einen Jäger in Warnweste  irgendwo am Berg oder mal ein Auto plötzlich auf einer Straße die es eigentlich gar nicht gibt.
Die Saison ist ja auch vorbei und alles beschwerlicher.
Keine bewirtschafteten Hütten. Viele ganz geschlossen. Pause machen schwer da umziehen nötig wäre um nicht zu schnell zu frieren.

Deswegen bin ich ja hier.
So wenig von diesen Menschen wie möglich. Und wenn dann nur welche die hier wohnen, immer und nicht solche wie mich.

Von daher, es ist alles gut so wie es ist.

Ist es doch eh immer.

Die Bewertung dessen ist doch das was mich quält.

Ich bin noch hier.

Hier kannst direkt den letzten Teil weiterlesen…

Filed Under: Persönlich, Reisebericht Schweden, Schweden Tagged With: Fernwanderung, Herbst, Jämtland, Norwegen, Rogen, Schweden

über mich

Laufliebhaber
running // hiking // north & nature
There's a whisper on the night-wind. There's a star gleam to guide us, and the Wild is calling,... let us go.
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𝗦𝗸𝗮𝗻𝗱𝗶𝗻𝗮𝘃𝗶𝗲𝗻 & 𝗙𝗲𝗿𝗻𝘄𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻
🇸🇪 Den Norden gefühlt, gefilmt, geschrieben.
🇳🇴 Erzählt aus Stille, Wind & Worten.
Wenn du suchst, was nicht laut sein muss

Fünf Wochen zwischen Spätsommer, Regen, Schneefeld Fünf Wochen zwischen Spätsommer, Regen, Schneefeldern, unwegsamen Brücken und der Stille des Nordens enden hier: Ich bin in Narvik angekommen. Danke, dass ihr mich auf diesem langen Weg begleitet habt. Es war ein wildes Stück Leben.

#swedenmylove #swedishautumn #narvik #norwaywildlife
Der letzte ganze Wandertag Tag der 700km Reise von Der letzte ganze Wandertag Tag der 700km Reise von Hemavan nach Narvik bricht an – und er zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Berge von Narvik liegen endlich in der Sonne, während ich von der Lossihytta starte und Richtung Hundalshytta wandere. 

Eigentlich war ich auf Trubel eingestellt, denn die Hütte war online komplett ausgebucht. Doch in den Bergen kommt es oft anders als gedacht. In dieser Folge teile ich meine Gedanken zum bevorstehenden Ende der Reise, warum Einsamkeit manchmal das Beste ist und warum dieser letzte ganze Wandertag nur als Geschenk daherkam.
#swedenmylove #swedishautumn #bestofscandinavia #norrtime #narvikmountains
Manchmal läuft es nicht rund – und manchmal läuft Manchmal läuft es nicht rund – und manchmal läuft es gar nicht rund. In Teil 10 meiner Reise von Hemavan nach Narvik wartet „Die Wand“ auf mich: Ein offizieller, aber extrem steiler Abschnitt des Nordkalottleden, der volle Konzentration erfordert.

Doch während die Beine klettern, beginnt im Kopf der Kampf.
Mache ich es mir zu leicht? Darf ich Abkürzungen nehmen? Darf ich die Route ändern? Und was ist, wenn ein Auto anhält ohne das ich den Daumen rausgehalten habe...

Statt der ersehnten Hütte finde ich plkötzlich einen anderen spannenden Ort. Mein bisher schmutzigster, aber vielleicht ehrlichster Schlafplatz dieser Tour.

#swedenmylove #nordkalottleden #nordishmoments #swedishautumn #swedishspring
Der Winter ist in den Narvik-Bergen angekommen. St Der Winter ist in den Narvik-Bergen angekommen. Statt Regen gibt es Frost und Schnee – was das Wandern einerseits erschwert, aber das Gelände auch gangbarer macht. In dieser Folge:

• Auflösung: wer ist die rote Jacke.
• Wintereinbruch und was das für den Weg bedeutet. 
• DNT & STF: Warum die norwegischen und schwedischen Wandervereine ihre Zusammenarbeit beendet haben und was das für deine Rabatte bedeutet. 

• Ausrüstungs-Hack: Warum ich einen 10-Liter-Wassersack mitschleppe und wie er das Leben im Camp (und die Hygiene) massiv erleichtert. 

• Magie des Weges: Über die Ruhe im Kopf, wenn draußen der Schneesturm tobt und die Probleme der Welt im kleinen roten Zelt keine Rolle mehr spielen.

• Hüttenglück: Wenn man nach einem harten Tag im Schnee sechs Portionen Kartoffelbrei und Sauce findet. 

#swedenmylove #fernwandern #draußensein #nordkalottleden #kungsleden
In Teil 8 meiner 700 km langen Wanderung nach Narv In Teil 8 meiner 700 km langen Wanderung nach Narvik löse ich endlich das große Rätsel. Wer ist die Lady vom Nordkap. Und wie habe ich das herausgefunden.
Außerdem: In den norwegischen Hütten finde ich kaum noch Verpflegung. Ich teile mit euch meine Theorie, warum die Schränke leer sind...

Trotz des unaufhörlichen Regens ist diese Etappe ein optischer Genuss. Ich nehme euch mit durch die Pracht des Nordens vor Wintereinbruch, über Flüsse und durch einsame Täler. Es ist eine Folge über das Annehmen der Umstände und die Erkenntnis, dass der Weg auch im Regen absolut magisch sein kann.

#nordkalottleden #paurohytta #fernwandern #skandinavien #swedenmylove
Alter Schwede, war das weit!“ – In Teil 7 meiner 7 Alter Schwede, war das weit!“ – In Teil 7 meiner 700 km langen Wanderung nach Narvik erreiche ich einen der wichtigsten Meilensteine der Reise: Die Grenze nach Norwegen.

Der letzte Tag im Padjelantaleden fordert noch einmal alles. Es ist ein langer, einsamer Marsch bis spät in die Dämmerung, bis endlich die DNT Roysvatn-Hütte in Sicht kommt. In dieser Folge nehme ich dich mit durch das weite Fjäll, teile die Erschöpfung nach endlosen Kilometern und die pure Erleichterung am Ende...

Das komplette Video auf YouTube Laufliebhaber.

#swedenmylove #nordishmoments #fernwandern #skandinavien
700 km zu Fuß nach Narvik: Teil 5 meiner Solo-Wand 700 km zu Fuß nach Narvik: Teil 5 meiner Solo-Wanderung führt mich über die Grenze nach Norwegen zur legendären Sorjushytta und weiter auf dem Padjelantaleden. Doch zwischen Euphorie und Erschöpfung spielt mir meine Wahrnehmung einen Streich. Wer ist die Gestalt in der roten Jacke? Und warum versagt die Technik genau dann, wenn es auf einem Schneefeld gefährlich wird?

Ganzes Video auf YouTube laufliebhaber
#nordishmoments #padjelanta #sorjushytta #fernwandern #bestofscandinavia
Manchmal sieht ein Tag nicht einfach nur schön aus Manchmal sieht ein Tag nicht einfach nur schön aus.
Manchmal wirkt er, als hätte der Himmel sich etwas dabei gedacht.

Ein Regenbogen liegt über allem, als wäre Licht für einen Moment nicht nur Licht.
Nebel zieht über den See, leise, langsam, fast wie eine Hand, die etwas behutsam ordnet.
Und irgendwo dazwischen verläuft dieser schmale Pfad im Padjelanta Nationalpark, auf dem man nicht nur weitergeht, sondern für einen Augenblick anders schaut.

Vielleicht sind Regenbögen wirklich Briefe des Himmels.
Vielleicht ist Nebel die Schrift dazwischen.
Und vielleicht gibt es Orte, an denen man nicht alles verstehen muss, um zu spüren, dass etwas da ist.

#padjelantaleden #nordishmoments #swedenmylove #wandernmachtglücklich #naturlyrik
Kurz vor Narvik… ein blauer Sonnentag mit viel Sch Kurz vor Narvik… ein blauer Sonnentag mit viel Schnee und Eis. Und mit Nichts und Niemand und einem Bergkobold…

#narvikmountains #hikingislife #swedenmylove #draußensein
Lass uns Freunde werden

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Comments

  1. juL says

    10. November 2024 at 15:08

    Danke für den Bericht, da bekomme ich direkt wieder Fernweh nach der Einsamkeit des Nordens

    Antworten
    • Laufliebhaber says

      11. November 2024 at 11:10

      Gerne und Danke für deinen Kommentar 🙂
      Ich hoffe du kannst bald deinem Fernweh nachgeben!
      Eine gute Zeit.
      Alex

      Antworten

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I took the one less traveled by,
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