
Über Laufliebhaber
Hallo, mein Name ist Alexander.
Laufen hat diese Seite einmal in dieses Internet gebracht. Geblieben ist es nicht allein beim Laufen.
Hier geht es um schnelle Kilometer und um sehr langsame. Um Wege, auf denen ich laufe, und um solche, auf denen ich tagelang einen Rucksack trage. Um Schweden und Norwegen, Zelte und Hütten, Regen, Karten, Ausrüstung, falsche Abzweigungen und die manchmal erstaunliche Frage, was ein Mensch eigentlich den ganzen Tag denkt, wenn er nur gehen muss.
Laufliebhaber begann als Laufblog. Ich schrieb über Training, Wettkämpfe, Motivation und Strecken, die ich selbst gelaufen war. Später wurden die Strecken länger, das Tempo unwichtiger und der Norden nahm immer mehr Raum ein.
2017 nahm ich mir ein halbes Jahr Auszeit von meinem vertrauten Alltag. Mehrere Monate davon verbrachte ich in Schweden, wandernd mit Rucksack und Zelt. Was damals „Projekt Schweden“ hieß, wurde nie zu einem abgeschlossenen Projekt. Es kamen neue Wege hinzu, weitere Reisen, viele hundert Kilometer durch Skandinavien und schließlich Filme, in denen ich festzuhalten versuche, was sich mit Worten allein schwer erzählen lässt.
Wovon ich hier erzähle
Auf Laufliebhaber findest du praktische Informationen über Fernwanderwege, Laufstrecken, Ausrüstung und Reisevorbereitung. Ich teile Karten, Erfahrungen und Dinge, die ich vor einer Tour selbst gern gewusst hätte.
Daneben stehen die persönlichen Reiseberichte. In ihnen geht es weniger darum, wie viele Kilometer an einem Tag möglich sind. Mich interessiert, was unterwegs tatsächlich geschieht: wenn ein Plan nicht funktioniert, die Kräfte nachlassen, der Regen bleibt oder ein unscheinbarer Platz plötzlich wichtiger wird als das Ziel, auf das man wochenlang hingearbeitet hat.
Ich erzähle diese Reisen nicht aus der Sicht eines Abenteurers, der für alles eine Antwort kennt. Ich probiere aus, plane gelegentlich zu viel, zweifle, ändere meine Meinung und lerne manches erst, nachdem es schon schiefgegangen ist. Auch davon darf ein Erfahrungsbericht handeln.
Warum der Norden?
Ich mag Landschaften, die nicht um Aufmerksamkeit bitten. Wälder, Fjäll, Seen, Wind, Regen und Wege, auf denen lange nichts geschieht. Im Norden muss ich nicht unterhalten werden. Oft reicht es, dass die nächste Markierung irgendwo vor mir liegt und am Abend ein Platz für das Zelt gefunden werden muss.
Das bedeutet nicht, dass dort automatisch alles leicht oder friedlich wird. Der eigene Kopf reist schließlich mit. Doch unterwegs werden manche Dinge deutlicher. Was wirklich gebraucht wird, was nur Gewohnheit ist und wie viel äußeres Müssen ein Mensch mit sich herumtragen kann, obwohl der Rucksack längst schwer genug ist.
Darüber schreibe und filme ich.
Warum ich schreibe
In der ersten Fassung dieser Seite stand einmal:
„Ich schreibe, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich schreiben möchte.“
Das war damals ernst gemeint. Inzwischen ist die Frage beantwortet.
Ich schreibe, weil ein Erlebnis sich verändert, sobald ich versuche, es genau anzusehen. Weil Erinnerungen sonst schnell zu einer Reihe schöner Landschaften werden, obwohl dazwischen noch Kälte, Erschöpfung, Komik, Angst, Trotz und zu wenig Essen waren. Und weil vielleicht jemand in einer dieser Geschichten etwas wiedererkennt, das mit Schweden oder Fernwandern gar nicht so viel zu tun haben muss.
Was du von Laufliebhaber mitnimmst, kann ich weiterhin nicht bestimmen. Vielleicht ist es eine Route, die du selbst gehen möchtest. Vielleicht ein hilfreicher Hinweis, eine Landschaft, von der du vorher nichts wusstest, oder nur ein Gedanke, der ein Stück mit dir weitergeht.
Alles davon wäre ein guter Grund, diese Seite weiterzuführen.
Schreib mir gern, wenn du eine Frage zu einem Weg hast, etwas ergänzen möchtest oder mir erzählen willst, wohin es dich selbst zieht. Auch ein einfaches „Das hat mir gefallen“ darf seinen Weg zu mir finden.
Hab eine gute Zeit mit dem, was du gern tust.
Alexander